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Investoren-Barometer: Interesse an deutschen Immobilien lässt nach

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Während internationale Gewerbeimmobilien-Investoren zunehmend risikoaverser agieren, nimmt die Risikoakzeptanz bei deutschen Investoren entgegen dem Trend signifikant zu. Werden die regionalen Präferenzen verglichen, so fällt auf, dass das Interesse ausländischer Investoren an britischen Gewerbeimmobilien wieder spürbar zunimmt, während deutsche Objekte weniger gefragt sind. Diese Trends ergeben sich aus dem Investoren-Barometer der Online-Plattform Brickvest für das erste Quartal 2018.

Im Rahmen der im März 2018 unter institutionellen Investoren von Brickvest durchgeführten Befragungsrunde ergab sich für deren Risikoakzeptanz insgesamt ein Score von 45, nachdem dieser im ersten Quartal des Vorjahres noch bei 51 gelegen hatte. Werden die in diesen Wert einfließenden Daten im Detail betrachtet, dann zeige sich, dass nur noch 20 Prozent der Befragten angaben, hohe Risiken eingehen zu wollen. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Rückgang um knapp ein Viertel. Demgegenüber stieg der Anteil derjenigen, die moderate oder niedrige Risiken suchen, auf 51 Prozent beziehungsweise 29 Prozent.

Werden die Antworten der Befragten nach ihren Herkunftsländern differenziert, dann zeige sich bei den britischen, französischen und US-amerikanischen Investoren trotz gewisser Variationen jeweils ein ähnliches Bild wie in der Gesamtbetrachtung. Lediglich bei den deutschen Investoren hat sich – entgegen diesem Trend – der Anteil derjenigen, die zum Eingehen hoher Risiken bereit sind, deutlich erhöht. Er stieg im Vorjahresvergleich von 20 auf 25 Prozent, während die Anteile derjenigen mit moderater oder geringer Risikoakzeptanz von 52 auf 50 Prozent beziehungsweise von 29 auf 25 Prozent zurückgingen.

Bei der Frage nach dem regionalen Fokus der Investoren zeigte sich eine starke Präferenz für Großbritannien, das mit 31 Prozent am häufigsten genannt wurde und im Vorjahresvergleich einen Zuwachs von einem Prozentpunkt verbuchen konnte. Rückläufig sei dagegen der Anteil der Investoren mit einer Präferenz für Deutschland, der sich von 25 auf nur noch 23 Prozent verminderte. Unter den deutschen Investoren seien diese beiden Entwicklungen noch wesentlich stärker ausgeprägt. Hatten vor einem Jahr nur 18 Prozent von ihnen den britischen Gewerbeimmobilienmarkt favorisiert, so sind dies inzwischen bereits 22 Prozent, während nur noch 37 Prozent Deutschland als bevorzugte Zielregion für ihre Investitionen nannten, was gegenüber dem Vorjahreswert von 53 Prozent immerhin einen Rückgang um 16 Prozentpunkte bedeutet.

Parallel dazu sind die USA, Frankreich und andere Länder für deutsche Investoren deutlich interessanter als noch vor einem Jahr. Bei den ausländischen Investoren falle auf, dass das Interesse US-amerikanischer Immobilieninvestoren an Deutschland im Vorjahresvergleich besonders deutlich zurückging, während das Interesse an Investments in Großbritannien sowie in anderen Märkten deutlich zunahm. Inzwischen interessieren sich nur noch sechs Prozent der befragten Amerikaner für deutsche Immobilien, nachdem es vor einem Jahr noch 21 Prozent gewesen waren. Dagegen lag der Anteil britischer und französischer Investoren, die Deutschland favorisieren jeweils bei 19 Prozent und ging damit im Vorjahresvergleich kaum beziehungsweise nur moderat zurück.

Kapitalwachstum hat als Investmentziel insgesamt leicht an Bedeutung verloren, dominiert jedoch immer noch mit Abstand, während Liquidität etwas an Bedeutung gewinnt. Auch diese Entwicklung war bei den deutschen Investoren deutlich stärkere ausgeprägt, denn der Anteil derjenigen, die Kapitalwachstum als primäres Investmentziel nannten, ging gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres von 59 Prozent auf 45 Prozent zurück, während der Anteil der Investoren mit einer Präferenz für Liquidität sich von fünf Prozent auf neun Prozent erhöhte und somit fast verdoppelte.

Quelle: Pressemitteilung Brickvest

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