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Finanzplatz Frankfurt fällt im internationalen Ranking deutlich zurück

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Der Finanzplatz Frankfurt verliert im internationalen Vergleich deutlich an Position. Im aktuellen „Global Financial Centres Index“ (GFCI) fällt die Mainmetropole um 14 Plätze von Rang 15 auf Rang 29 zurück. Der Rückgang erfolgt in einer Phase, in der sich der internationale Wettbewerb um institutionelle Investoren, Fintech-Unternehmen und Anbieter digitaler Finanzdienstleistungen weiter verschärft.

Frankfurt erreicht in der aktuellen Auswertung 730 Punkte. In der vorherigen Erhebung waren es noch 734 Punkte. An der Spitze des Rankings steht weiterhin New York, gefolgt von London, Hongkong und Singapur. Zürich schafft erstmals den Sprung unter die zehn bestplatzierten Finanzzentren. München kann sich ebenfalls verbessern und steigt um 15 Positionen.

**Standortfaktoren entscheiden über Wettbewerbsfähigkeit**

Für die Attraktivität eines Finanzplatzes spielen nach Einschätzung der im GFCI befragten Marktteilnehmer verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu gehören die Entwicklung des Finanzsektors, das Geschäftsumfeld, die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte, die Infrastruktur, steuerliche Rahmenbedingungen und die internationale Reputation.

Für institutionelle Investoren ist damit nicht allein das Angebot an Kapitalmarktprodukten entscheidend. Auch Regulierung, technologische Infrastruktur und der Zugang zu qualifiziertem Personal beeinflussen die Attraktivität eines Finanzstandorts.

**Asien dominiert das Fintech-Ranking**

Besonders deutlich zeigt sich der internationale Wettbewerb im Bereich Fintech. In diesem Teilindex führt Hongkong vor New York, Shenzhen, Singapur, Shanghai und London. Insgesamt befinden sich sieben chinesische Finanzzentren unter den ersten 20 Plätzen.

New York verbessert sich um einen Rang auf Platz zwei, während Shenzhen auf den dritten Platz zurückfällt. Insgesamt haben die Vereinigten Staaten laut Bericht in der Fintech-Wertung jedoch an Boden verloren.

Unter den deutschen Standorten schneidet Berlin am besten ab. Die Hauptstadt verbessert sich um neun Plätze und erreicht Rang 21. München folgt auf Position 42, Hamburg liegt auf Rang 75.

**Digitale Infrastruktur wird zum Schlüsselfaktor**

Für die kommenden fünf Jahre identifiziert der Index mehrere zentrale Handlungsfelder. Dazu zählen insbesondere Investitionen in digitale Infrastruktur wie Cloud-Technologien, leistungsfähige Datenverbindungen und Cybersicherheit.

Gleichzeitig gewinnt der Wettbewerb um Fintech- und Digital-Asset-Unternehmen an Bedeutung. Weitere Schwerpunkte sind die Bekämpfung von Geldwäsche und Finanzkriminalität sowie die Weiterentwicklung leistungsfähiger Kapitalmärkte.

Der Global Financial Centres Index untersucht insgesamt 139 Finanzzentren. In die Bewertung fließen 144 quantitative Faktoren sowie 39.531 Einschätzungen von 6.147 Teilnehmern ein. Die durchschnittliche Bewertung der untersuchten Finanzplätze stieg gegenüber der vorherigen Ausgabe um 0,8 Prozent.

Der deutliche Rückgang Frankfurts verdeutlicht damit vor allem die zunehmende Konkurrenz zwischen den internationalen Finanzzentren. Neben klassischen Standortfaktoren gewinnen insbesondere Digitalisierung, Fintech-Ökosysteme, regulatorische Bedingungen und der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte weiter an Bedeutung.

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von wpservice
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