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In zehn Dresdner Schulen gibt es Radon-Alarm

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In 65 Dresdner Schulen ergaben Langzeitmessungen auf Radon 28 Ergebnisse die über dem Referenzwert von 300 Becquerel liegen. Die Messwerte sind so hoch, dass Lüften nicht mehr hilft. Es muss umgebaut werden.

Wohl am schlimmsten betroffen ist die 48. Grundschule in der Friedrichstadt. Hier wurden 6.900 Becquerel pro Kubikmeter Luft gemessen. Das ist 23fach über dem Grenzwert.

Das Schulverwaltungsamt leitet deshalb in den Sommerferien erste Maßnahmen gegen Radon ein. Für die anderen betroffenen Schulen gab die Stadt keine weiteren Auskünfte zwecks eines Umbaus. Das Umweltministerium erklärte weiter: „Die Umsetzung der Maßnahmen wird einige Zeit in Anspruch nehmen, da es derzeit generell sehr schwierig ist, Bau- und Handwerksbetriebe zu bekommen.“

Radon ist ein Zerfallsprodukt von Uran, das in allen Gesteinen vorkommt. Bei einem Referenzwert von 300 Becquerel muss regelmäßig gelüftet werden. Ab 600 Becquerel müssen bau- und lüftungstechnische Maßnahmen durchgeführt werden.

Laut Ministerium wurden sachsenweit 449 Schulen und Kitas auf Radon geprüft. Dazu werden winzige Dosen über ein Jahr in Räumen aufgestellt. Diese messen die schwankenden Radon-Werte. In 28 Dresdner Einrichtungen stehen die Ergebnisse noch aus,

Das Messprogramm ist freiwillig und kostenlos. Leipzig und Chemnitz haben sich bisher noch nicht daran beteiligt. Selbst Privathaushalte können sich kostenlos daran beteiligen. Ab 2021 besteht dann eine Messpflicht an Arbeitsstätten in sogenannten Radonvorsorgegebieten.

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von factum
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